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Eight Legs sind wieder da. Jubelschreie
bei allen Indie-Mädels. Aber halt! Bei all der hedonistischen Sausen-
Promiskuität verliert man irgendwann das Ohr
fürs Wesentliche. Texte sind wieder angesagt
und die Musik muss nicht mehr in Form eines hyperbolischen Trends daherkommen.
Denn wenn Sam Jolly gleich zu Beginn von seiner Insomnie erzählt („I
Understand"), dann klingt das
nicht mehr wie 1-2-3-los-geht`s-Indie, sondern nach 90er-Jahre Slacker-Rock.
„Ich denke wir sind alle ein bisschen erwachsen geworden. Außerdem
gab es dieses Verlangen, uns von dem zu
entfernen, was wir bisher gemacht haben und
etwas Neues auszuprobieren." meint der Kopf des achtbeinigen Gespanns
und spricht damit genau das aus, was
man zu hören bekommt.
„The Electric Kool-Aid Cuckoo Nest"
ist dabei sowohl klanglich, als auch bandbezogen
eine Tour mit wenig Gepäck, aber vielen Erlebnissen. Etwas
anspruchsvoller ist die Musik im Gegensatz zum „Hey-ho, Lets-Go!"
Radau des Vorgängers und so hört man
Geigen und Klavier, Jazzorgel und Effektgeräte. Man
kann zwischen ironischen, zynischen, sowie kryptischen Texten wählen und
bekommt Verweise zu Auszügen aus der
jüdisch-orthodoxen Bibel mit Anspielungen auf
Orwell und „A Clockwork Orange" garniert.
Das Gefühl unter Einfluss von Acid auf
eine Menge kreischender Mädchen zu treffen ist
lyrisch, wie auch musikalisch sehr spannend. Mit diesem Szenario
verabschieden sich die Eight Legs
passend von ihrem „alten Ich" und vom Hörer.
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