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Die Lichtung ist eine Bühneninszenierung zwischen klassischer Lesung und
Theater, erstmals aufgeführt im Oktober 2006 in der BASTION in Bochum.
Die Lichtung ist eine Liebesgeschichte über lebensmüde, getriebene und
gestörte Existenzen am Rande der Gesellschaft, eine Geschichte um ein
Mädchen, einen Mann am Schreibtisch, eine sonnendurchflutete Lichtung im
Wald und ein düsteres Geheimnis, das die drei miteinander verbindet. Die
Lichtung ist subtiler Horror, irgendwo zwischen Picknick am Valentinstag
und Blair Witch Project. Die Lichtung ist Teenage Angst und Adult Angst -
der Weltschmerz der Jugend und die Angst davor, nicht mehr jung zu
sein.
Eine Frau und ein Mann auf der Bühne. Er legt Platten auf, sie liest -
und umgekehrt, immer im Wechsel. Genau wie die Geschichte vom jungen
Mädchen und dem Mann am Schreibtisch, hat die Musik ihren Ursprung in den
späten Sechzigern und frühen Siebzigern, bei The Hollies und Pink Floyd,
bei Klaus Schulze und Tangerine Dream. Dazu eine großflächige
Videoprojektion: Close Ups, Details, einfache Bilder voller Wut, Trauer,
Angst und Liebe. Text, Bilder und Sound verschmelzen zu einer Einheit, die
den Zuschauer in die Geschichte hineinsaugt. Kopfkino, rhythmisch und
präzise. Die Lichtung ist keine linear erzählte Geschichte, Die Lichtung
ist ein Puzzlespiel, das den Zuschauer fordert und belohnt und ihn
vielleicht noch über den Schlussapplaus hinaus beschäftigt, eine
Geschichte für den Kopf, aber vor allem auch für den Bauch.
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