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Wie alles begann:
Es war einmal ein Herr namens „Kazuyoshi Funaki“ und damit verbunden der
Beginn der ruhmreichen „Schispringerlieder“. Kaum zu glauben, dass diese
Zeit im fernen Jahr 95 war!
Nach einem Gastspiel in Stermann und Grissemanns „Salon Helga“ erlangten die
„Kabarettmusiker“ bald FM4-Berühmtheit. Schnell sammelte sich eine
Fangemeinde die mehr wollte und sie bekam mehr – „Noch mehr
Schispringerlieder!“ Auf dieser winterlustigen Schiene ließen Christoph &
Lollo das Jahrtausend ausklingen. 2005 erschien dann der erste Longplayer, der
sich anderen Themen widmete als Weihnachten und solettidünnen Luftakrobaten.
Ein kleines Protestalbum „Trotzdemtrotz“ beantwortete Fragen zu Themen für
die es bis dato keine Songs gab. Christoph erklärte uns, warum der Zivildienst
echte Männer formt, die locker über Gefühle sprechen können, während sich
andere neben ihnen erbrechen, gab Auskunft darüber, warum die Globalisierung
eine fein durchdachte Sache ist und trotzdem nicht zum perfekten Glück der
Global Players führen wird. Das Duo erläuterte warum man die Menschen im
Fernsehen einfach hassen muss („Denn sie sprechen nur das Tiefste in uns an
und mir wird so schlecht wenn ich’s in mir spür“) und stellte
Talkshowmoderatoren und „so genannte Psychologen“ an den Pranger. Das Album
blieb dem musikalischen Stil seiner Vorgänger treu, legte aber einen nicht mehr
erwarteten Themenpluralismus an den Tag – Sachen die uns alle etwas angehen,
kombiniert mit den simpelsten Gitarrenmelodien die man sich vorstellen kann.
Hitler, Huhn & Hölle
Damit sind wir im Jetzt. Das neue Album des Wiener Duos knüpft nahtlos an die
feine Kleinkunst seines Vorgängers an. Klavier und Flöte kämpfen zwar mutig
gegen den wieder vorherrschenden Gitarrenminimalismus auf „Hitler, Huhn und
Hölle“, aber die Machart der Songs ist dieselbe wie immer – simpel und
direkt. Kurze Songs, drei Strophen lang, die abwechslungsreich
unterhalten.
Live noch unterhaltsamer, abteuerlicher, interessanter. Wie einst unter die
Schischanze bei Kula-Sommerfest 2001!
Ben Martin, seines Zeichens einer der besten Singer/Songwriter
Österreichs, wird für seine beiden schrägen Landsmänner den Abend eröffnen.
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